Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2019: 

Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit 2019: 

Zwei Projekte der Unternehmensgruppe Leyrer + Graf wurden ausgezeichnet

Bereits zum sechsten Mal wurde der Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit verliehen. Aus 500 Einreichungen wurden 73 Projekte ausgewählt, die sich der strengen Bewertung der Expertenjury unterzogen haben. Leyrer + Graf darf sich als ausführendes Bauunternehmen ebenfalls über den Staatspreis für das Projekt „Wiederaufbau und Sanierung Mariahilfer Straße 182“ freuen sowie das Tochterunternehmen, Graf-Holztechnik, über das prämierte Projekt „Sanierung und Erweiterung Justizgebäude Salzburg“.

Im Rahmen der Verleihung wurden insgesamt acht herausragende Projekte von Nachhaltigkeitsministerin Maria Patek für außergewöhnliche Leistungen im Bereich des nachhaltigen Bauens und Sanierens mit dem Staatspreis für Architektur und Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Der Staatspreis wird vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus ausgelobt. Bewertet wurden architektonische Qualität sowie die ökologische und energetische Qualität der Bauprojekte anhand des klima:aktiv Gebäudestandards und des klima:aktiv Standards für Siedlungen und Quartiere

Das Siegerprojekt „Mariahilfer Straße“

Vor rund fünf Jahren erschütterte eine schwere Gasexplosion in einem Wohnhaus in der äußeren Wiener Mariahilfer Straße die nähere Umgebung und führte zu einem Teileinsturz des Gebäudes. Leyrer + Graf wurde mit dem Wiederaufbau und der Sanierung des Gebäudes beauftragt und das Tochterunternehmen, die Graf-Holztechnik für den Dachgeschoßaufbau. Die Planung erfolgte durch das Architekturbüro Trimmel Wall Architekten ZT GmbH.

Nachhaltig saniert

Ein Abriss wäre der einfachere Weg gewesen, doch aus dieser Katastrophe ging ein Vorzeigeprojekt hervor, welches sehr eindrucksvoll demonstriert, wie Gründerzeithäuser an die Anforderungen energieeffizienter Gebäudestandards angepasst werden können.

Die Generalsanierung des Wohnhauses sollte nicht nur die Spuren des Unglücks beseitigen, sondern darüber hinaus auch die Wohnqualität verbessern. So wurde eine ebenerdige Garage mit acht Autoabstellplätzen geschaffen und durch Teilabbrüche der Hoftrakte ein begrünter Innenhof sowie Wohnungsterrassen, wodurch eine bessere Belichtung des Wohnungsbestandes resultiert. Ebenfalls erhielt das Gebäude im neu errichteten Stiegenhaus einen Aufzug in behindertengerechter Ausführung.

Durch die Zusammenlegung von kleineren Wohnungen (Wohnungsgrößen 50 bis 100 m²) wurde ebenfalls der Standard gehoben. Im ausgebauten Dachgeschoß sind neun neue Wohnungen zw. 40 und 100 m² entstanden, die teilweise mit Terrassen ausgestattet sind.

Darüber hinaus erfolgten umfassende Wärmedämm-Maßnahmen und der Einbau von Schallschutzfenstern sowie einer Hauszentralheizung mit Warmwasseraufbereitung (Fernwärme). Zusätzlich wurde zur Unterstützung der Warmwasserversorgung eine Solaranlage angebracht.

Leyrer + Graf verrichtete die gesamten Baumeisterarbeiten am Gebäude sowie die Unterfangungsarbeiten für den Garageneinbau. Mit dem Auf- und Ausbau des Dachgeschoßes wurde die Graf-Holztechnik als Generalunternehmer beauftragt.

Das Siegerprojekt „Justizgebäude Salzburg“

Das Sanierung und Erweiterung des Landesgerichtsgebäudes, unweit des Nonnberges, stellte einen Balanceakt zw. Denkmalschutz, Modernisierung und Energieeffizienz dar. Das Architekturbüro Franz & Sue ZT GmbH zeichnete für die neue transparente und offene Planung verantwortlich.
Rund drei Jahre lang wurde im Rahmen der Sanierung und Erweiterung des Gebäudekomplexes von der Graf-Holztechnik eine 5.500 m² große Dachfläche saniert bzw. umgebaut und für den teilweisen Ausbau des Dachgeschoßes vorbereitet. Der Neubau mit Dachterrasse umfasst 300 m². Für die Sanierung wurden ca. 130 m³ Holz eingebaut, was einer Größenordnung von ca. 10 neuen Wohnhaus-Dachstühlen entspricht.

Bildmaterial: Mariahilfer Straße 182 © Trimmel Wall Architekten ZT GmbH
Bildmaterial: Justizgebäude Salzburg © BMNT, Kurt Hoerbst, Baustellenbild © Graf-Holztechnik.

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