Offizielle Eröffnung der Umfahrung Zwettl durch LH Mikl-Leitner

Nach einer Bauzeit von rund 32 Monaten wurde gestern Sonntag die Verkehrsfreigabe der B38 Umfahrung Zwettl gefeiert. Die Eröffnung des 10,7 Kilometer langen Straßenstücks nahm Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner gemeinsam mit Verkehrs-Landesrat Ludwig Schleritzko, Bürgermeister Herbert Prinz, Straßenbaudirektor Josef Decker, Geschäftsführer BM Stefan Graf von Leyrer + Graf, Geschäftsführer Karl Weidlinger von Swietelsky und zahlreichen Festgästen vor. Die ökumenische Segnung erfolgte durch Pfarrmoderator Thomas Kuziora und Superintendenten-Stellvertreterin Birgit Schiller.

Damit wurde nicht nur das größte Projekt auf Landesebene abgeschlossen, sondern auch eines der größten Projekte bis dato bei Leyrer + Graf.

Landeshauptfrau Mikl-Leitner betonte die Wichtigkeit dieser Umfahrung und einer richtigen und wichtigen Investition, welche eine große Bedeutung für die Region habe, nämlich für die Anbindung der Region und für die Standortqualität von Zwettl. Diese Umfahrung sei in Rekordzeit umgesetzt und von langer Hand geplant worden, diese bedeute „einen Mehrwert für die Sicherheit und die Lebensqualität in der Region“, führte Mikl-Leitner aus, dass die Umfahrung zudem für die Pendlerinnen und Pendler eine Fahrtzeitersparnis um bis zu 15 Minuten auf der Strecke Gmünd bzw. Weitra – Krems – St. Pölten bedeute.

Landesrat Schleritzko sprach von einer „Sternstunde für das Waldviertel“ und führte aus, dass man seitens des Landes Niederösterreich insgesamt 180 Millionen Euro bis 2020 in den Straßenausbau im Waldviertel investieren werde.

Der heutige Tag sei ein „Freudentag“, betonte Bürgermeister Prinz, dass dieser „ein ganz wichtiger Tag für die verkehrliche und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt“ sei.

Straßenbaudirektor Decker sprach von „einer einmaligen Sache“ und bezeichnete die Umfahrung Zwettl als „Jahrhundertprojekt“. Es habe einen optimalen Ablauf gegeben, bedankte er sich bei den Baufirmen und Planern.

„Der Straßenbau, der Bahnbau und der Breitbandausbau sind die wesentlichen Pfeiler der notwendigen Infrastruktur in einer modernen Gesellschaft und damit Grundvoraussetzung für eine starke wirtschaftliche Entwicklung von Regionen. Es ist schön zu sehen, dass die Politik diese mutige und zukunftsorientierte Investition auch abseits der Ballungsgebiete vornimmt und die Umfahrung Zwettl ist ein Beispiel für die erfolgreiche Umsetzung“, so BM Dipl.-Ing. Stefan Graf, CEO Leyrer + Graf.

Wir freuen uns sehr über den erhaltenen Auftrag, bei dem wir unsere umfangreiche Kompetenz auch in diesem hochtechnologischen Bereich beweisen können.

Die Umfahrung Zwettl wurde als Public-Private-Partnership (PPP)-Projekt umgesetzt. Dabei wurden einem privaten Auftragnehmer die Finanzierung, die Bauplanung, der Bau der Umfahrung sowie die Erhaltung auf eine Vertragsdauer von 25 Jahren übertragen. Die Kernkompetenz des Strecken- und Winterdienstes wird weiterhin vom NÖ Straßendienst durchgeführt.

Die Trasse der Umfahrung Zwettl wurde so gewählt, dass sie einerseits eine optimale verkehrliche Entlastung für die Stadt bringt und andererseits jedoch zu keiner Mehrbelastung der Bevölkerung in den Randlagen der Stadt führt. Die neue Umfahrung bildet einen Halbring um die Stadt und verbindet die Landesstraße B 38 von Horn bzw. die B 37 von Krems kommend mit der Landesstraße B 38 Richtung Groß Gerungs. Sie springt südlich der Kreuzung B 38 / L 8245 (vor dem Ortsgebiet von Rudmanns) vom Bestand ab, verläuft mit Ost-West-Erstreckung nördlich des Stadtgebietes von Zwettl und mündet südwestlich von Moidrams wieder in die bestehende Landesstraße B 38 ein.

Bildtext: Banddurchschneiden anlässlich der Eröffnung der Umfahrung Zwettl mit Baumeister Stefan Graf von Leyrer + Graf, Verkehrs-Landesrat Ludwig Schleritzko, Geschäftsführer Karl Weidlinger von Swietelsky, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Bürgermeister Herbert Prinz, Straßenbaudirektor Josef Decker, Mitarbeitern des Straßendienstes und Kindern (v.l.n.r.)

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